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ſchehen ſolle, dämmerte allmählich auf in ihrer umdüſterten Seele. Sie wußte nicht wie es kam— aber plötzlich war ihr zu Muthe wie damals in der Methodiſtenkirche, ſie ſah Geſtalten auf ſich zueilen, die, wie ſie glaubte, ihr den Tod drohten, und wandte ſich in wilder Verzweif⸗ lung um, ob kein Ausweg, keine Flucht möglich ſei. Ach, jetzt gab es kein Entrinnen. Innocenzia war umringt, eingeſchloſſen von allen Seiten. Da war es ihr, als töne ihr Name aus der Mitte jenes geiſterhaften Kreiſes hervor. Was ſollte jetzt geſchehen? Kam es endlich— das Letzte? WMit einem Schrei, der im ganzen Gebäude wiederhallte, der ſelbſt hinausdrang zu der lauſchenden Menge auf der Straße, der tagelang noch fortgellte in Aller Ohren und Herzen, barg ſie ſich ſchaudernd in die Ecke, in der ſie ſtand, und ſchlug die Hände vor das Geſicht.
Was nun weiter geſchah? Ich glaube nicht, daß Innocenzia etwas davon wußte. Sie war der Mittel⸗ punkt eines Kreiſes von Menſchen geworden, voll Ver⸗ wirrung und Unruhe, aus dem ihr endlich das von Freude und Rührung bebende Geſicht des Sir Alexis kenntlich wurde. Dann hörte ſie auch ſeine Stimme, wie er ſagte:„Es iſt Alles vorüber, mein Liebling, komm, wir gehen nach Hauſe——,“ dann vernahm ſie leiſes Weinen und Schluchzen, Töne, in die ſie nicht Kraft genug hatte einzuſtimmen, und endlich kam ein Hauch von
Hliphant, Innocenzia. W. 11


