Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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mals mit ihr ſprachen, hing noch kein Schatten über dem armen Kinde. Jetzt darf ich es nicht zugeben, daß Sie dieſe doppelte Laſt auf Ihre Schultern legen.

Ich weigere mich nicht, ſie zu tragen, ſagte er ernſt.Ich nehme ſie mit ihr ſogar willig hin. Ich frage auch nicht nach Ihrer Erlaubniß, denn die haben Sie mir bereits früher gern gegeben. Hier iſt nur die Frage: wie beenden wir dieſe ſchmerzliche Angelegenheit am Beſten, wie beweiſen wir, daß es ein bloßer Zufall geweſen iſt, wie er Jedem zuſtoßen kann?

Glauben Sie mir, es iſt eine reine Sinnes⸗

täuſchung, ſagte die Mutter und darauf erzählte ſie

ihm ihre Erlebniſſe in Sterborne, ihre Unterredung mit dem Arzte und ſchloß damit, daß kein Hauch von Ver⸗ dacht, keine Idee einer ſolchen That in irgend Jemandes

Kopf gekommen ſei als in den des armen Kindes. Be⸗

ruhigt erhob ſich Sir Alexis und ſeine beiden Hände ausſtreckend küßte er die der ſchluchzenden Frau.

Iſt das wahr? rief er, und Thränen füllten auch ſeine Augen. Er fühlte erſt jetzt, welche Centnerlaſt auf ihm gelegen, jetzt, nachdem dieſer einfache Bericht ſie von ihm genommen hatte.

Vollſtändig wahr! ſagte ſie unter Thränen und

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fühlte ſich in dieſer Ueberzeugung vollkommen feſt und