Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Abſicht, ſie zu verlaſſen. Nein, als ſeine Augen auf das arme Kind fielen, das ſich ihm mit ſolchem Vertrauen genähert hatte, als er ihren thränenvollen

Blicken begegnete, da ſchmolz ihm das Herz. Er ſetzte

ſich wieder zu ihr.Arme Innocenzia, armes, armes Kind, was haſt Du gethan?

Ich ging nach Hauſe, ſagte ſie zuſammenſchauernd. Als man mir ſagte, ſie ſei todt, da konnte ich nicht länger bleiben. Es war tiefdunkle Nacht ſehr ſpät. Nie war ich allein aus. Ich kam nach Hauſe

Und Du haſt ihnen nie etwas davon geſagt, was Du gethan?

O Sie dürfen mir nicht böſe ſein! ſagte die arme Innocenzia und brach in herzzerreißendes Schluchzen aus.

Er ſchloß ſie zärtlich in ſeine Arme und gab ſich alle Mühe, ſie zu tröſten. Das arme Kind! Der arme Mann, der ſich nun ſo plötzlich an ihr Schickſal ge⸗ bunden ſah! Er bezweifelte nicht einen Augenblick die Wahrheit deſſen, was ſie geſagt, und während er ihr freundlich zuſprach, zerſann er ſeinen Kopf, wie er das Netz zerreißen könne, in welches das arme Kind ſich verwickelt hatte. Er beklagte ſie ebenſo aufrichtig als es die Anderen gethan, aber er war ruhiger, überlegter als alle Anderen und auch bereit thatkräftig einzuſchreiten, wenn es nöthig ſein ſollte. Daß ſie wirklich Frederick's