Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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dann täuſchen! Es giebt hier nur einen einzigen Weg, auf dem ich Sie Ihren Verwandten wegnehmen kann und darf. Geben Sie mir das Recht eines Gatten? Verſtehen Sie mich?

Ein wenig, ein ganz klein wenig ſchrack ſie zu⸗ ſammen, doch ihre großen, ernſten Augen ſchauten ſo ehrlich und rein in die ſeinen und langſam ſagte ſie: Jo, ich weiß es, ich verſtehe Sie.

Er war ganz betäubt von dieſer Zuſage, die ihm jetzt ſo plötzlich, ſo ohne alle die hergebrachten Krüm⸗ mungen und Windungen gegeben wurde, daß er völlig verſtummte. Er ſtieß nur einige Ausrufe des ehrlichſten Erſtaunens aus. Die Ueberraſchung war zu groß und ſo freudig ſie war, doch auch wieder ſo wunderbar, daß er ſie nicht gleich faſſen konnte. Dann aber fiel es ihm mitten in ſeiner Verwirrung ein, was er der jungen Dame ſchuldig war, die ſo unvorſichtig und doch ſo ver⸗ trauensvoll ihren guten Ruf in ſeine Hände gelegt hatte, und er küßte die zarten Finger immer und immer wieder mit ehrerbietiger Zärtlichkeit.

Tauſend, tauſend Dank, holdes Kind, ſagte er, für Ihr großmüthiges Vertrauen! Ich hoffe, Sie ſollen mich deſſen würdig finden. Es iſt alſo zwiſchen uns nun feſt und ſicher, Innocenzia? Sie wollen aus eigenem freien Willen meine Gattin werden?