Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Haus lag nicht fern von der Beſitzung der Eaſtwoods, von Gärten umſchloſſen: eine wahre ODaſe in dem Rauche der Rieſenſtadt London. Sir Alexis hielt ſich gern darin auf, er ſchmückte es aus wie eine Puppe und zeigte es mit Vorliebe ſeinen Freunden. Trotzdem ſtaunte der Diener, der Innocenzia die Thür öffnete, denn es war noch nie geſchehen, daß eine ſo junge, ſchöne Dame

ollein nach ſeinem Herrn gefragt hätte. Nicht immer

war Sir Aleris der unbeſcholtene ältliche Herr wie jetzt geweſen, und ſein alter Diener wie ſeine alten Freunde wußten dies nur zu wol. Der Bediente wollte daher das junge Mädchen erſt gar nicht vor⸗ laſſen und machte allerhand Ausflüchte, aber Innocenzia trat ſo beſtimmt und ſo gebieteriſch auf mit ihrem Ver⸗ langen, ſeinen Herrn zu ſprechen, daß er einſah, er dürfe ſie nicht abweiſen.Sagen Sie ihm nur, ich be⸗ dürfe ſeiner, ſagte ſie in ihrer Kindeseinfalt. Keine Nebengedanken, keine Furcht kam in ihr Gemüth, nur als der Diener ſich ihren Namen ausbat, zögerte ſie einen Augenblick.Sagen Sieihm, es ſei Innocenzia, antwortete ſie darauf mit ernſtem Geſicht, und das Lächeln auf ſeinen Lippen verſchwand, als die großen, ruhigen Augen ihntrafen. Wie? Eine junge Dame? ſagte Sir Alexis, als ihm die Botſchaft gebracht wurde.Und allein? Das muß wol ein Irrthum ſein. Hliphant, Innocenzia. II. 13