Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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O was das betrifft, ſagte Nelly,ſo wäre es wol thöricht, wenn wir ſagten, wir brauchten Jemand zu un⸗ ſerer Stütze. Mama und ich, wir ſtützen einander und Innocenzia. Sind wir nicht eine ſehr ſtarke Kraft? Wir brauchen Niemand. Dabei ſah ſie lächelnd zu ihm auf, aber eine helle Thräne fiel, von ihm wol bemerkt, plötzlich auf ihre kleine Hand.Was iſt denn das? rief ſie mit leiſem Lachen und wiſchte heftig den Tropfen mit ihrem Taſchentuche fort.Mir ſcheint, ich habe ge⸗ weint, ohne es ſzu wiſſen. Wie albern! Es iſt doch entſetzlich, daß wir Frauen gleich über Alles ſo thöricht weinen.

Ich wünſchte, wir wären alle thöricht in Ihrem Sinne, ſagte der junge Mann.

Wie, zu weinen? O nein. Das paßt nur für ein Mädchen, bei einem Manne iſt's ſchrecklich. Und eigent⸗ lich iſt's auch gar nicht einmal des Weinens werth, rief Nelly.Es iſt auch nicht Mrs. Frederick, die mich ſo unglücklich macht, Mr. Vane; nein, ſondern daß die arme Mama ſo darunter leiden und ſo manche Behag⸗ lichkeit aufgeben muß. Wenn Papa lebte, ſo hätte das nie geſchehen können, aber die arme gute Mama wird zu Allem gebracht, ſie ſoll immer und immer nur geben. Weshalb ſoll ſie aber immer nur Opfer bringen? Erſt ihren Wagen, dann ihre bewährten Diener, jetzt ſpricht