Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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bewußt ihre Hand auf das kleine Sträußchen in ihrem Gürtel legte.Ich glaube, es iſt zu kalt für ſte; aber noch niemals habe ich einen ſo köſtlichen Mondſchein geſehen.

Sie haben keinen Begriff, wie herrlich es iſt, rief der junge Mann und dann verabſchiedete er ſich ſchnell und verlegen. Als er aber Nelly's Hand faßte und drückte und im Dunkel nach der andern ſuchte, da dankte dieſe im Stillen Gott, daß ſie ihn davon ab⸗ gehalten hatte, ihrer Mutter ſofortige Mittheilung von dem Geſchehenen zu machen. Was würde er nicht erſt angeſichts der Mutter gethan haben?

Aber, Nelly, ſagte die gütige Mama, als er ſich endlich entfernt hatte,Du hätteſt wahrhaftig nicht ſo lange draußen bleiben ſollen. Ich bin weit davon ent⸗ fernt, in Allem etwas zu finden; aber Ernſt Molyneur iſt ein ſehr junger und ſehr hübſcher Mann, und man könnte leicht über Euch ſprechen. Auch weiß ich in der That nicht, wovon Ihr Euch ſo lange unterhalten habt in der kalten Abendluft, gewiß habt Ihr nur Unſinn geſchwatzt

Nelly knieete während dieſer mütterlichen Predigt

am Feuer und wärmte ihre kleinen Finger. Bei den Schlußworten aber ſchlich ſie ſich an Mamas Seite, legte