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„O nein, ſagte Relly eifrig,„das habe ich auch niemals gethan. Wir kennen Sie ſchon lange Zeit, Mr. Molyneux, und ich habe Sie ſtets als— als Freund betrachtet.“
„Nun wohl, als Freund!“ ſagte er mit demſelben tragiſchen Ausdruck wie vorher.„Durfte denn da der Freund es nicht wagen, Sie zu warnen? Theure Miß Eaſtwood, konnte ich wohl daneben ſtehen und gedul⸗ dig zuſehen, wie ſich dieſer Mann in Ihr Vertrauen einſchlich?“
„In mein Vertrauen?“ rief Nelly mit hellem Lachen. „Bitte, ſprechen Sie nicht ſo feierlich. Sie können doch nicht einen Augenblick im Ernſte glauben, ich machte mir etwas aus der Aufmerkſamkeit des alten Sir Alexis!“
„Iſt das ganz gewiß?“ rief der junge Mann freudig.
„Ganz gewiß! Und nun geſtehen Sie es nur ein, daß das wieder nur Eiferſucht war,“ rief das Mädchen luſtig. Aber als ſie das geſagt hatte, fiel es ihr erſt ein, was dieſe Worte für eine Auslegung finden konn⸗ ten. Sie erröthete tief und ſchwieg verlegen ſtill.
„Sie haben Recht, wie immer,“ ſagte der junge Mann. Auch er hielt plötzlich inne und ſtellte ſich dicht vor das Mädchen hin. Wenn wir Frauen nicht immer


