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„Ich wußte, daß Du ſo denken und wählen wür⸗ deſt,“ rief Nelly, halb lachend, halb weinend,„das ſieht Dir ganz ähnlich, Mama. Dir genügt es nicht, ſie nur in's Haus aufzunehmen, nein, mitten in's Neſt hinein, gewiſſermaßen zwiſchen uns Beide, wird ſie geſetzt.“
„Um ſie zu erwärmen, das arme einſame Kind!“ ſagte die gütige, ſchwache Frau, während ſie ſelbſt mit Lachen und Weinen kämpfte. Nelly flog ſo eilig davon, daß ſie im raſchen Laufe mit Mrs. Everard zuſammen⸗ ſtieß. So hieß die Freundin ihrer Mutter, die jedoch bei der jungen Familie durchaus nicht ſehr beliebt war.
„Na, na, wirf mich nur nicht um, Nelly!“ ſagte die Dame erſtaunt, indem ſie dem Mädchen einen Kuß gab, der jedoch ohne großes Entzücken hingenommen wurde.
Und wohin lief denn Nelly? Geradewegs die Treppe hinauf nach dem kleinen Zimmer, welches ſie in ihrem Herzen ſchon der neuen Couſine beſtimmt hatte. Sie ging und beſchaute es ſich, ihr hübſches Köpfchen ſinnend zur Seite neigend, ſie betrachtete das Bett, die etwas ver⸗ blaßte Decke darauf, die Tapete und den Teppich, die beide ihr nicht mehr friſch genug erſchienen.„Das geht nicht,“ ſagte ſie für ſich, und augenblicklich ſetzte ſie ihre lebhafte Phantaſie in Bewegung und ſie wanderte in


