Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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hatte ſie ſich⸗ nicht beeilt, ſie zu leſen. Dieſe glückliche Familie hatte auch keine Briefſorgen. Jene beſtändige Furcht wegen guter oder böſer Nachrichten, hier fand ſie keinen Eingang. Denn die Mama hatte ihre Kinder alle um ſich, bis auf den Einen, der nur eine halbe Stunde weit von ihr entfernt und in jedem Augenblicke zu erreichen war, den Jüngſten auf der Schule in Eton. So las ſie denn ihre Briefe mit größter Gemüthsruhe und theilte hin und wieder Nelly ein paar Worte

daraus mit.

Denke nur, Nelly, Clunde Sommerville wird ſich nun endlich verheirathen, ſagte ſie.Es ſoll mich wun⸗ dern, ob ſeine Leute nicht wieder etwas an der Braut auszuſetzen haben, denen iſt keine gut genug. Und die arme kleine Mary Martin will Gouvernante werden. Wie viel vernünftiger wäre es geweſen, der Claude hätte ſie geheirathet! Da brauchte ſie das nicht zu thun!

Hatten ſie ſich denn lieb? frug Nelly, mit großen Augen die Mama anſehend.

Nein, das wol nicht. Aber es wäre ſo paſſend geweſen. Nun heirathet er eine reiche Erbin, die braucht ihn gar nicht. Lieber Gott, ich möchte bisweilen Vor⸗ ſehung ſpielen. Die arme kleine Mary, ſie ſoll ſich recht brav benehmen. Sie thut, als mache ſie ſich nichts daraus, als Gouvernante zu gehen und doch wird