Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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das Haus betreten können, ohne die Anweſenheit der drei jungen Herrn zu ahnen, aber über die Gegenwart des jungen Mädchens im Unklaren zu bleiben, das wäre unmöglich geweſen. Nicht etwa daß Ellinor Eaſt⸗ wood eine ſo ungewöhnliche Erſcheinung geweſen wäre, ich weiß auch nicht, ob man ſie mit Fug und Recht geiſtreich nennen durfte; ſo viel iſt ſicher: ſie war nicht beſſer erzogen als die meiſten ihres Geſchlechts, und weiß nicht alle Welt, daß alle Frauen ſchlecht erzogen ſind? Ihre Brüder wußten wohl zwanzigmal mehr als ſie, alle drei waren in Eton geweſen; Frederick hatte ſtudirt und war mit leidlich guten Zeugniſſen entlaſſen worden, Richard ſchien ein wahres Magazin von Gelehr⸗ ſamkeit in ſich aufgehäuft zu haben, ſo viel verlangte man von ihm in ſeinem Examen; alſo hätten ſie die Schweſter geiſtig und körperlich völlig in den Schatten ſtellen müſſen. Dennoch war dies durchaus nicht der Fall, wenn ich es auch nicht zu erklären wage; jeden⸗ falls war es und blieb es ſo: Ellinor dominirte. Das ganze Leben und Treiben im Hauſe trug den Stempel der Jugendfriſche. Mrs. Eaſtwood ſelbſt war noch unter fünfzig, alſo für eine Frau, die wenig Sorgen gekannt und immer geſund war, noch in ganz jugendlichem Alter. Ihr älteſter Sohn war ſechsundzwanzig Jahre alt, und zwiſchen Mutter und Sohn war, ſeitdem er erwachſen,