Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Niemand weiß etwas davon außer dem, welcher über Sie wachen will. Carl.“

Stumm und beſtürzt ſaß die junge Frau da. Es gab alſo Jemand, der ihre Neigung zu Moritz kannte, und dieß, ehe ſie ſich ſelbſt dieſe recht klar gemacht hatte.— Dieſer Jemand war es, dem ſie ihr Leben zu danken hatte; aber wer war es? Ida fühlte ſich ſehr erregt, ihr Herz beklemmt; ihre Phan⸗ taſie ſtellte ſich den Unbekannten als einen Geiſt vor, als ein myſtiſches Weſen, mit dem Vermögen begabt, die heimlichen Gedanken und Empfindungen ihrer Seele zu leſen. Das Blut ſchoß ihr nach dem Ge⸗ ſicht, als ſie ſich beſann, daß man ſie daran erinnern zu müſſen glaubte, ſie ſey eine verheirathete Frau und habe Pjlichten zu erfüllen.

Um allen dieſen düſtern Gedanken zu entfliehen, und zugleich dem Wunſche ihres Mannes nachzukom⸗ men, ſetzte ſich Nda an den Flügel und begann zu ſingen.

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Um uns nicht allzu lang bei einer Menge gleichgültiger Ereigniſſe aufzuhalten, übergehen wir den Winter und verſetzen uns im Frühling in die letzten Tage des Mai.

„Meine geliebte Sirena,“ ſprach Bezirksrichter Elvin zu ſeiner Frau, als er neben ihr auf eingn