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In einer Fenſtervertiefung in dem kleinen Salon ſaßen Ida und Lieutenant Moritz Krutén, in einem Geſpräch begriffen.
„Wie weiß der Herr Lieutenant, daß ich beinahe verbrannt wäre, wenn Sie ſich nicht an jenem ſchreck⸗ lichen Abend zur Stelle befunden hätten,“ fragte Ida, indem ſie einen forſchenden Blick auf Moritz heftete.
„Ich verſichere Sie, daß ich nur davon reden gehört habe,“ antwortete der Lieutenant lächelnd.
„Ich bin vollkommen überzeugt, daß meine Ahnung mich nicht betrogen hat; daß Sie es ſind, dem ich meine Rettung von jenem riſehli Tode zu danken habe.“
In Ia's Auge glänzte eine Thräne.
„Ich habe leider daran keinen Theil; dieſes Glück kommt einem Andern zu.— Ich war dem Feuer nie ſo nahe.....“
„Sie waren es doch.— Warum länger hart⸗ näckig eine ſo edle und hochherzige Handlung verleug⸗ nen?“ entgegnete Jda, während der Ton, in dem ſie ſprach, eine tiefe Rührung verrieth.
Der Gedankengang des Lieutenants nahm eine andere Richtung, und ſtatt zu antworten fragte er:
„Sie kennen alſo, Frau Brenner, die Geſichts⸗ züge Ihres Retters nicht?“
„Nein.— Ich ſah ihn nur einen Augenblick, und da war ſein Geſicht von Rauch entſtellt, und ich


