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„Aber dein Oſſian iſt ein Trinker, ein Spieler, ein leichtſinniger und ſittenloſer Menſch, welcher nie⸗ mals lernen wird, dein edles Herz ſeinem Werthe d nach zu ſchätzen.“
„So mußt Du nicht ſagen, Onkel, denn ich be⸗ greife ganz wohl, daß ein Mann von ſeiner heitern Gemüthsart ſich eines oder des andern Fehltritts ſchuldig machen konnte; aber ſo viel iſt ſicher, daß ſein beſſeres Gefühl darunter keinen Schaden gelitten hat. Aber, wozu dieſes Geſpräch verlängern? Mein zukünftiges Glück, Onkel, heißt Oſſian; er mag in Anderer Augen noch ſo unvollkommen ſein, dennoch iſt er, nachdem ich ihn kennen gelernt habe, meine einzige irdiſche Seligkeit. Auch iſt es jetzt zu ſpät, von ſeinen Fehlern zu reden; das hätte damals ge⸗ ſchehen ſollen, als ich ihn zum erſten Male ſah, bevor ich mein Herz ihm zu eigen gab. Und Du, mein eigener Oheim, willſt doch nicht Wermuth in den Becher meines Glücks träufeln?“
„Nein, mein Kind, Gott bewahre mich davor. So magſt Du ihn in Gottes Namen haben, nachdem er Zeit gefunden hat, ſich in dein Herz einzuniſten; ich will mich nicht hindernd in den Weg ſtellen; aber vergiß nicht, Amy, daß wenn Du einmal vom Miß⸗ geſchick heimgeſucht werden ſollteſt, Du an dem alten Onkel Erik einen treuen Freund haſt, an welchen Du dich zu wenden verſprechen mußt, wenn Du einer Stütze und eines Beiſtandes bedarſſt. Mir ahnt, daß ein ſolcher Tag kommen wird. Verſprich mir nur, 3 ohne Furcht und falſche Scham deine Zuflucht zu mir zu nehmen.“
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