Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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onm und ſez bich da auf mein Knie, ſo wil ich vernünftig mit dir reden, mein Mädchen.

Dafür habe ich keine beſondere Schwäche, ent⸗ gegnete Amy lachend, ſetzte ſich aber auf ſeine Kniee und ſpielte mit ihren kleinen Händen in ſeinen ſtraf⸗ fen und üppigen Haaren.

Du biſt verlobt: haſt Du auch die Gewiß⸗ heit, daß Du glücklich wirſt?

Ja, vollkommen.

Nicht ſo haſtig, Du kleines, naſeweiſes Ding. Weißt Du, ob dein Bräutigam dich liebt, oder ob es nicht eher deiner Eltern Reichthum iſt, welcher ihn verleitet, ſich mit dir zu verheirathen? Und endlich, biſt Du ganz gewiß überzeugt, daß Du ſelbſt Liebe zu ihm hegſt, und daß es nicht vielmehr ſein Rang und deine geſchmeichelte Eitelkeit ſind, wodurch Du dich beſtimmen läſſeſt, ihn zu nehmen?

Onkel, wie kannſt Du ſo etwas von deiner Amy glauben!

In des Mädchens Auge ſchimmerte eine Thräne.

Flenne mir nur nicht gleich, Amy; es war nicht ſo böſe gemeint, beſchwichtigte er, mit ſeiner groben Hand ihre blühende Wange ſtreichelnd.Ant⸗ worte mir ſtatt deſſen verſtändig und ohne Thränen.

Nun, ich will ſie verſchlucken und die Ant⸗ wort geben, bemerkte Amy, durch die Zähren lächelnd.

Um zuerſt von Oſſian zu reden, ſo bin ich von ganzer Seele überzeugt, daß er mich liebt, und daß nicht ein einziger Gedanke an mein Vermögen bei ſeiner Bewerbung im Spiele iſt. O nein, jedes