Teil eines Werkes 
3. Band (1875) Zwei Brüder / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
Einzelbild herunterladen

232

Zeitung weg, ſtreckte Arme und Beine aus und nahm eine möglichſt bequeme Stellung im Schaukelſtuhl ein.

Die Frau, eine hübſche Dame, warf einen erzürn⸗ ten Blick auf ihn und ſagte in ſcharfem Tone:

Ich muß in der That bekennen, daß Du Dich wenig genirſt, mein beſter Auguſt.

Soll ich mich denn etwa vor meiner eigenen Frau geniren? fragte Auguſt lachend.Das kann doch wohl nicht Deine Meinung ſein, meine liebe Hilda.

Er erhob ſich langſam, ging zu ihr und fügte hinzu:

Um aufrichtig zu ſein, muß ich geſtehen, daß die Idhlle hier auf dem Lande mir auf die Dauer verdammt einförmig wird; dieſelbe paßt weder für Deine noch für meine Laune. Was meinſt Du des⸗ halb zu einer Reiſe nach der Schweiz? Dort ſind wir noch nicht geweſen.

Das Antlitz der jungen Frau leuchtete bei dieſen Worten und ſie ſah zu ihrem Manne mit einem freu⸗ digen Ausdruck empor.

Ja, wir wollen reiſen, rief ſie aus;es würde ſchrecklich ſein, den ganzen Sommer hier zu ver⸗ bringen.

Armes Weib! Sie fand es ſchrecklich, zuſammen