Teil eines Werkes 
3. Band (1875) Zwei Brüder / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Er hatte ein eigenthümliches Ausſehen. Seine Haut war ſo ſtark von der Sonne verbrannt, daß ſie ganz dunkelbraun geworden war, was ſie urſprüng⸗ lich ganz beſtimmt nicht geweſen. Das dunkle Haar hatte trotzdem keinen Anſtrich von Schwarz, und der ſtarke, über das halbe Geſicht gehende Bart war ſogar hell. Die Augen lagen tief unter ein paar buſchigen Augenbrauen und ſahen bei dem erſten An⸗ blick finſter aus, allein bei näherer Betrachtung ent⸗ deckte man, daß ſie ganz ſanft waren.

Als er ſich von der Bank erhob, ſeufzte er tief und folgte den beiden Damen zur Quelle nach.

Ungeachtet meiner eifrigſten Verſuche vergingen mehrere Tage, ohne daß es mir glückte, den Namen der beiden Damen zu erfahren.

Ich hatte inzwiſchen eine Bemerkung gemacht, nämlich daß der oben beſchriebene Herr, wie ich, ſtun⸗ denlang mit Betrachtung der ältern Dame und ihrer jungen Geſellſchafterin zubringen oder ihnen in einiger Entfernung nachfolgen konnte, gleichſam als fürchtete er, ſie aus dem Geſicht zu verlieren.

Daß mich dieſe Bemerkung zu dem Schluſſe führte, der Mann mit den buſchigen Augenbrauen habe ſich, obwohl er ſeinem Ausſehen nach einige vierzig Jahre alt war, in das junge Mädchen verliebt, verſteht ſich von ſelbſt.