Arel ſtand am Ofen, gleichfalls der Thür abgewandt. Mit ſtrenger, wenn auch leiſer Stimme ſagte der Onkel:
„Du haſt Dich elend gegen Nanna betragen, in⸗ dem Du die Schuld nicht ſofort bei Deiner Verheira⸗ thung getilgt haſt. Der Schadenerſatz für die rück⸗ gängige Verlobung wurde zu zehntauſend Thalern be⸗ ſtimmt, und Du zahlteſt nur viertauſend Thaler. Willſt Du aber jetzt Deine Ehre fretten und Dir nicht einen höchſt ärgerlichen Proceß zuziehen, ſo mußt Du heute ſchon die reſtirenden ſechstauſend Thaler zahlen. Ich bin deshalb hierher gekommen, damit der Gerichts⸗ director Karlſon nicht unvorbereitet ins Haus käme, Deine Frau überraſchte und ihr gar die unſau⸗ bere Geſchichte mittheilte. Du haſt Dich ohne Liebe mit einem reichen Mädchen verheirathet, damit Du Deine Angelegenheiten ordnen könnteſt, und Du haſt ſie kaum zur Hälfte geordnet, aber deſſenungeachtet lebſt Du wie ein Millionär!“
Ich will hier nicht wiederholen, was während der Viertelſtunde, die ich auf der Thürſchwelle ſtand, fer⸗
ner geſprochen wurde, aber das Geſpräch zwiſchen
Axel und ſeinem Onkel zerſtörte alle meine herrlichen Illuſivnen. Die drei verſtrichenen Jahre voll Liebe und Glück waren ſomit nur eine Zeit der Selbſttäu⸗


