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Eduard kein Grund großer Verwunderung lag, ſo führte ihn doch eine gewiſſe Ahnung auf die Idee, dem— Bruder zu folgen.
Er nahm ſich in Acht, um möglichſt unbemerkt zu bleiben, da er, im Falle Auguſt ſeine Verfolgung
entdeckt hätte, ſchwerlich eine paſſende Entſchuldigung
gefunden haben würde.
Eduard ſah ſeinen Bruder durch die Glasthür ins Haus eintreten und ſeinen⸗Weg durch die ganze Suite der Zimmer nehmen, welche zwiſchen dem großen Salon und der Biblivthek lagen.
Als er in der Bibliothek angekommen war, blieb er ſtehen. Es befand ſich in derſelben eine kleine Ta⸗ petenthür, welche zu einem Gange führke, der zwiſchen der Bibliothek und Gertrud's Arbeitszimmer lag. Dieſe Thür war gewöhnlich verſchloſſen und wurde faſt nie benutzt, da der Eingang zu Gertrud's Zimmer ſich im großen Corridor befand. Sonderbarer Weiſe ſtand dieſelbe in demſelben Augenblicke offen und auf einem Stuhle in der Nähe derſelben lag Auguſt's Strohhut, derſelbe Hut, den er trug, als er über die Terraſſe ging.
Konnte es möglich ſein, daß Auguſt um dieſe Zeit nächtlicher Stille ſich bei Gertrud im Zimmer befände? Und wenn dem ſo war, in welcher Abſicht?


