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Kraft, die Arbeitſamkeit nicht im Stande ſein, ihn zum Herrſcher über die Ereigniſſe zu machen?
Bei dieſer Frage, die Gertrud an ſich ſelbſt rich⸗ tete, ſagte ſie kopfſchüttelnd:
„Nein, es iſt keine Illuſion, es iſt eine Wahrheit, was die Stimme in meinem Innern ſpricht, wenn ſie mich zur That, zum Kampfe mit den Schwierigkeiten des Lebens auffordert, wenn das allgütige Weſen die⸗ ſen Drang der Wirkſamkeit und des Selbſtbewußtſeins in die menſchliche Seele niedergelegt hat, dann muß es auch ſein Wille ſein, von demſelben Gebrauch zu machen. Stände ich in dieſem Augenblicke einſam in der Welt, ohne dieſe zärtlichen Bande, die mich an Vater und Schweſter feſſeln, ſo würde ich meinen ganzen Reichthum zum Nutzen Anderer verwenden und in die Welt hinausgehen, um als armes Mädchen ein ſtrebſames Leben zu führen und durch Arbeit mir mei⸗ nen Unterhalt zu erwerben. Dann würde dies un⸗ ruhige Herz ſich befriedigt fühlen und dem mahnen⸗ den Selbſtvertrauen Genugthuung geſchehen. Jetzt kann ich nicht ſo handeln; jetzt muß ich auch für Diejenigen ſorgen, die mir das Theuerſte auf Erden ſind.“
Gertrud ſtand auf und ging langſamen Schrittes ins Vaterhaus zurück.
In dem kleinen, zierlich geharkten Hofe ſah ſie


