Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Doktors befindet und derſelbe ſich bemüht, ihr Gemüth zu erheitern. Ihren Mann behandelt ſie mit empören⸗ der Kälte, alle ſeine Zärtlichkeiten weiſt ſie zurück. Daß Auguſt darunter leidet, iſt ganz natürlich, und wenn Du dem Doktor nicht verbieteſt, ſeine Beſuche hier ein⸗ zuſtellen, ſo dürfte dieſes Mißverhältniß zu einem Skan⸗ dal ausarten.“.

„Es zeugt gerade nicht“, fuhr die Kammerräthin nach einer kleinen Pauſe fort,„von großem Intereſſe für die Seelenruhe Deiner Schweſter, daß Du die Einzige biſt, welche nicht gewahrte, was Andre zu be⸗ obachten Gelegenheit hatten.“

„Und wer ſind denn dieſe Andern?“ jragte Ger⸗ trud und ſah der Tante ſcharf ins Auge.

„In erſter Reihe ich und dann Deine übrigen Gäſte“, ſagte die Kanmerrithin und ſah ein nb verlegen aus.

„Dieſe Herren und Damen, welche ungebeten hier⸗ hergekommen ſind, amüſiren ſich damit, falſche und die Ehre meiner Schweſter verletzende Beobachtungen zu machen? Es ſcheint mir, liebe Tante, als würde ich gezwungen, dieſe ungebetenen Gäſte eines ſchönen Tages zu erſuchen, dahin zu gehen, woher ſie gekommen, um uns die Unannehmlichkeit ihrer unklugen Schlüſſe zu erſparen!“