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indeſſen das Koſtbarſte ſeines Mobiliars verkauft, und Johann Axenberg mußte nunmehr, um den Namen ſeiner Tochter vor Schande zu bewahren, die Schul⸗ den ſeines Eidams zum zweiten Male bezahlen. Der⸗ ſelbe war nach Petersburg entflohen, und nach einem Jahre erlag er der dort herrſchenden Cholera.
Louiſe hatte von da ab, bei dem ſoeben erreichten vierundzwanzigſten Jahre die Tage ihres Glückes und ihrer Geſundheit überlebt; ſie war gebrochen an Leib und Seele Nach einem ferneren Jahre traf ſie der letzte harte Schlag: Der Vater ſtarb.
Freilich war ſie jetzt Beſitzerin von Elfborg und eines Vermögens von mehreren hunderttauſend Tha⸗ lern; allein der Reichthum ſchenkte ihr keine Freuden. Mit Keinem pflegte ſie Umgang; ſie zog ſich von aller verſönlichen Berührung, von ihrer Familie und ihren Jugendfreundinnen zurück. Sie verwaltete ſelbſt ihr Eigenthum, war ſtrenge gegen ihre Untergebenen, geizig gegen ſie und ſich ſelbſt. Sie beſuchte niemals die Kirche, und niemals hatte Jemand bisher geſehen, daß ſie zu Hauſe ein Andachtsbuch in die Hand nahm.
Louiſe war ganz plötzlich auf die Idee gekommen, eine Pflegetochter anzunehmen und zu dieſem Zweck ihre vier Pathen nach Elfborg eingeladen. Sie hatte in ihrem Einladungsſchreiben die Abſicht mitgetheilt


