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Erſtes Kapitel.
„Nun, lieber Andreas, flößt Dir nicht der Vor⸗ ſchlag der Schweſter Louiſe große Hoffnungen ein?“ fragte die Kammerräthin Marianne Trummelin ihren Bruder, den Lieutenant Axenberg.
„Freilich“, erwiderte der Lieutenant, ein Mann von einigen fünfzig Jahren, dürr und mager, gleich einem Skelett, aber mit einer gebieteriſchen Haltung, grauem Haar, gleichem Bart und mit einem kummer⸗ vollen Ausdruck in ſeinem Geſichte.„Ich fürchte nur, daß unter den Mädchen, unter welchen Louiſe zu wählen hat, Gertrud diejenige ſein wird, die am we⸗ nigſten Ausſicht hat, ihre Zuneigung zu gewinnen; wäre es Iſabella geweſen, dann...“
„Wäre die Ausſicht nicht größer geweſen“, fiel
Marianne mit einiger Schärfe in der Stimme ein; Schwartz, Novellen I. 1


