„Ja, mein Herr, der ruſſiſche Deſpot mußte vor der überlegenen Kraft der Weſtmächte die Waffen ſtrecken,“ ſagte Ebba.
„Nein, der ruſſiſche Selbſtherrſcher hat ſich eine der Weſtmächte angeeignet,“ behauptete Carl.
„Durchaus nicht, er übergab ſich auf Gnade und Ungnade.“
„Und anerkannte, daß das Weib ein Engel iſt,“ fügte der Lieutenant hinzu;„denn dieſe Bedingung gehört ja mit zu den Friedensbedingungen.“
„Ich ſage von der Sache ganz wie ein alter deutſcher Meiſterſänger, antwortete Carl:
„Die guten beſſer als Engelein, Die böſen ſchlimmer als Teufelein.“
Ja, das können wir ſagen, nun es überhoben zu ſein hier an einem Weihnachtsabend etwas Schlim⸗ meres zu ſagen. Und am ſchlimmſten und gefähr⸗ lichſten unter dem Böſen iſt eine herzloſe Coquette.—
Das ſei nun wie ihm wolle, mir ſind ſie nicht mehr gefährlich,“ ſetzte Carl mit einem Blick voll Liebe und Vertrauen auf ſeine Verlobte hinzu, deren Hand er an ſein warmes männliches Herz drückte.


