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Zärtlichkeit des Barons ſo ziemlich abzukühlen, ob⸗ gleich dieſe noch genügend groß war.
So hatte Mathilda das vierzehnte und Ebba das dreizehnte Jahr erreicht, als Leonoras Bruder Graf Hjelm, welcher ſich ſeit mehreren Jahren in Eng⸗ land aufgehalten, einen Beſuch bei ſr Schweſter in Schweden machte. Während ſeines Aufenthalts im Hauſe beſchäftigte er ſich viel mit den drei heran⸗ wachſenden Mädchen und ſuchte ihre verſchiedenartigen Gemüther zu ſtudiren. Er ſah bald ein, wie fehler⸗ haft ſeine Schweſter ſich in Betreff der Erziehung die⸗ ſer Kinder benahm; und machte ihr mit Beziehung darauf recht ernſte Vorſtellungen; aber dieſes hatte nur zur Folge, daß Ebba, der der Graf beſonders zugethan war, ſeiner Schweſter noch verhaßter wurde.
Eines Abends fuhren die Mädchen unter Auſſicht ihrer Gouvernante hinaus auf den See, um zu angeln. — Ebba gelang es viele Fiſche zu fangen, während Mathilda gar keine bekam; dieſes ärgerte die letztere dergeſtalt, daß ſie alle Fiſche, die Ebba gefangen, aus Neid in den See warf. Ebba, welche ſich über den Fang ſehr gefreut hatte, wurde natürlich betrübt und fing an zu weinen.
„Pfui, Mathilda, wie Du böſe biſt; Papa ſollte das wiſſen,“ rief Marie unwillkürlich, als ſie Ebba's Kummer ſah. 8
„Ich brauche keine Schelte von Dir anzunehmen,“ ſchrie Mathilda und warf das Angelzeug ſo heftig von ſich, daß ſie damit Marie in's Geſicht traf.„Du unterſtehſt Dich nicht zu plaudern,“ fügte ſie hinzu, „denn dann klage ich Dich bei Mutter an.“
„Aber wenn ich mich ſelbſt unterſtehe zu klagen?“ rief Ebba heftig.
„Du jollſt es nur wagen, Du, die das Gnaden⸗


