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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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beiden Kinder hatten eine Promenade an die Küſte gemacht. Helena und Evert waren oben im Park geblieben. Auf einer Moosbant finden wir die bei⸗ den Verlobten. Der Bezirksrichter hatte eine Hand von Helena zwiſchen ſeine beiden geſchloſſen, und es lag ein Ausdruck wahrer Bewegung in ſeiner Stimme, als er ſprach:

„Meine geliebte Helena, ich empfinde tief das Bedürfniß doß wir einander recht verſtehen. Es kommt mir manchmal vor als ob wir es nicht thäten, und das ſchmerzt mich. Siehſt Du, Helena, ich liebe Dich ſo aufrichtig, ſo innig, daß jede Ungleichheit in Deiner Gemüthsart, jedes kalte und unfreundliche Wort mich ſchmerzt und verlezt, ja ſogar bittere Zwei⸗ fel an der Dauer Deiner Gefühle gegen mich in meiner Seele hervorruft. Ach, Helena, ich empfinde es dann mit Gram daß Du das reiche Mädchen biſt und ich der arme Mann. In ſolchen Augenblicken erfaßt mich eine innere Verzweiflung, und ich wäre im Stande Di bzu fliehen, wenn nicht die Liebe, die ſtärker iſt als alle Eindrücke, mich an Dich feſſelte. Die lezten Tage haben mir ſo viele Leiden gebracht, daß ich beſchloſſen habe Dich zu fragen ob Du mich wirklich liebſt, oder ob Dein Jawort nur eine Ueber⸗ eilung war die Du bereuſt. Wenn es ſich ſo ver⸗ hält, Helena, ſo möge Gott Dir verzeihen; ſo haſt

u ein grauſames Spiel mit meinem Herzen götrie⸗ ben“ Die Worte in dieſer Anſprache waren wohl berechnet, denn ſie regten alle edleren Gefühle He⸗ lenas an, und ihre Antwort kam wahr und aufrich⸗ tig aus dem Herzen. „Guter Evert, verzeih wenn ich Dich betrübt habe;