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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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reden, ſeinen Glauben beleben und ihn zu Gott führen müſſe. In ihrer ganzen Darſtellung herrſchte ein höchſt anſprechender wahrhaft bezaubernder Ton wahrer Poeſie und glühenden Gefühls, ſo daß ſie ihre Zuhörer bezauberte und hinriß, ſie mochten wollen oder nicht.

Unos Blick hatte ſich keine Secunde von He⸗ lenas Geſicht abgewandt, und es war merkwürdig die Wechſel in dem lezteren zu beobachten. Zuerſt bedeckte es ſich mit einer lebhaften Röthe, und ihre Augen waren auf den Grafen geheftet, ohne daß ſie ihn zu ſehen ſchien. Allmählig belebten ſie ſich, die Röthe verſchwand, eine vollſtändige Bläſſe breitete ſich über ihr Geſicht, während ihr Blick einen Aus⸗ druck wahrer Begeiſterung erhielt, als ſie von Got⸗ tes Güte und der Größe ſeiner Werke ſprach. Dieſe marmorblaſſen Züge ſtrahlten da von Schwärmerei und Entzücken.

Als Helena zum Schluſſe kam, erſtarb ihre Stimme in einem Geflüſter, und ſie ſank in einen Stuhl nieder. Alles blieb eine Weile ſtill. Sappho war bie Erſte die mit ihrer natürlichen Lebhaftigkeit ihr dankte. Beim Ton ihrer Stimme erhob ſich Helena wieder, und eine feine Röthe kehrte auf die Wangen zurück.

Graf Uno ging zu Helena vor.

„Jezt noch zweifeln hieße an der Mannigfaltig keit der Wunder Gottes zweifeln, und ein ſolcher Zweifler bin ich nicht. Meine Dankbarkeit läßt ſich nur mit der Bewunderung vergleichen die Ihr Genie erweckt.“

Der Bezirksrichter ſchwamm in einem Weer von