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man jeder Perſon ein Wort, eine Blume oder eine Sache nennen ſolle, worauf ſie einen Sinnſpruch oder eine Erzählung darüber zum Beſten geben müſſe. Ebba ging herum und flüſterte den Mitſpie⸗ lenden den Namen des Gegenſtandes zu den ſie ihnen verehrte. Nachdem Alle etwas bekommen hatten, nannte die erſte Perſon, welche die Gräfin Kerner war, ihre empfangene Beſcheerung, nämlich eine weiße Roſe, und ſagte einen recht hübſchen Vers dazu. So ging es herum und Alle hatten ihre mehr oder weniger geiſtreichen Sinnſprüche über das Em⸗ pfangene preisgegeben. Die Reihe kam jezt an den Grafen Uno.
„Ich erhielt das Wort Vaterland.“ Dann fügte er hinzu: Meiner Kindheit ſchönſte Luſt,
WMeiner Jugend erſte Liebe, Alle meine ſüßen Triebe Galten deiner Mutterbruſt.—
Zulezt kam Helena. Das junge Mädchen hatte die ganze Zeit in Gedanken vertieft dageſeſſen und den Gang des Spieles gar nicht verfolgt, bis Ebba rief: „Nun Helena, was ſagſt Du zu Deinem An⸗ denken?“ S
Helena richtete ſich mit einem ganz abweſenden Blicke auf und ſtrich langſam ihr Haar auf die Seite, dann ging ſie zur Gräfin Emy vor. Mit ungemein weicher und melodiſcher Stimme improviſirte ſie ein kleines Gedicht über das Wort.„— Es war als ob die ſchönen poetiſchen Worte über ihren Lippen ge⸗
ſchwebt hätten, ohne daß ſie es wußte. Der tolle rz der bisher bei jedem Sinnſpruch vorgewal⸗


