Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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habe bewirkt, daß Ihre Mutter ſie nicht als zur Familie gehörig anerkennen wollte. Graf Hermann ſelbſt hegt wahrſcheinlich dieſelbe Geſinnung, wie ſeine Mutter?

Ich hegte ſie, antwortete Hermann mit ſchwa⸗ cher Stimme,und ich war glücklich, ſo lang ich dieſer Geſinnung zugethan war. Jetzt.

Es lag etwas Kummervolles in der Miene des Grafen.

Jetzt bereuen Sie Ihre Grauſamkeit und möch⸗ ten ſie ſühnen.

Ich würde ſie bereuen wenn ich ſie ſühnen wollte; aber zwiſchen mir und Elin liegen ſo bittere Empfindungen, daß es Augenblicke gibt, wo ich mich verſucht fühle, ſie zu haſſen.

Und dieß alles aus Hochmuth! Hochmuth? Gäbe Gott, es fände ſich ſo viel

hein meiner Bruſt, daß ich noch einmal jene ung gegen jede Gemeinſchaft mit dem mpfände; aber Ihnen iſt es gelungen, blendenden Schein zu vernichten, und in dieſem Augenblick gäbe ich Gut und Blut, wenn ich damit mich freikaufen und das Recht erlangen könnte, mein Leben der Frau zu weihen, welche ich anbete.

Ja, Sie wünſchten frei zu ſein, um des Glücks theilhaftig zu werden, ſich eine Gattin aus Ihrer eigenen Kaſte wählen zu können; und dennoch wür⸗ den Sie vielleicht nicht einmal ein ſolches Herz, wie Elins, finden.

Stephana, rief der Graf mit Wärme,Sie wollen noch ſagen, daß ich vor Geburt und Rang