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von der Richtung und Uebung ab, welche ſie durch unſere Stellung und unſere Erziehung erhalten.
Nur dann, wenn der Menſch keinen beſtimmt ausgeſprochenen Charakter hat, hängt ſein Leben vom Zufall ab.
Unſere Geſchicke werden beſonders durch unſere größeren oder geringeren Fähigkeiten, unſere Leiden⸗ ſchaften mit unſerer Vernunft zu beherrſchen, gere⸗ gelt; obgleich wir in unſerer Einbildung oft ſo weit gehen, auch diejenigen Fälle Zufall oder Schickſal zu nennen, in welchen wir aus Schwäche, Mangel an Charakterfeſtigkeit, oder. aus Gedankenloſigkeit uns von den Ereigniſſen haben überrumpeln laſſen.
Doch, wozu dieſe Erklärungen? Sie, als Frau, werden doch niemals im Stande ſein, eine ſolche Wirklichkeitslehre zu begreifen, welche eben dar⸗ auf hinausläuft, daß ein vernünftiger und mo⸗ raliſch guter Menſch die Ereigniſſe ſelbſt mehr in ſeiner Gewalt hat, als der große Haufe ahnt, und es verſteht, ſelbſt das Unglück zu ſei⸗ nem Vortheil und ſeiner Veredlung zu benützen.
Aber laſſen Sie uns zu dem übergehen, was ich noch meinen Mittheilungen hinzuzufügen habe, das ſich ausſchließlich um Cordula dreht.
Als ich im Frühling, nachdem Axel nach Mün⸗ chen zurückgerufen worden war, dort hinkam, traf ich ihn nicht mehr, ſondern nur Laura in Trauer ver⸗ ſunken, und bei ihr eine junge Schwedin, Namens Mamſell Ström, als Geſellſchafterin.
Arel hatte ſeinen Abſchied aus dem Kriegsdienſt


