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in welcher es gelungen, Amalia's Verurtheilung zu bewirken. Da die Gräfin wußte, daß der Bruder ſich
augenblicklich in Malmoe aufhielt, ſo reiste ſie, vovn
Leona begleitet, nach Ljungſtad und traf dort Amalia, welche beim Anblick ihrer erbittertſten Feindinnen ſofort in Ohnmacht fiel. Als ſie wieder zur Beſin⸗ nung kam, befand ſie ſich allein mit der Gräfin, welche durch die Drohung, ſie als eine verurtheilte und flüchtige Verbrecherin auszuliefern, ſie zwang, ſie fort von Ljungſtadt zu begleiten u ſich eidlich verbindlich zu machen, weder je mehr Graf Falken⸗ hielm wieder zu ſehen, noch ihn wiſſen zu laſſen, wohin ſie gegangen ſei.
Nachdem Amalia alles dieß verſprochen, machte die Gräfin ſich verbindlich, ſie hinzubringen, wohin ſie wolle und für ihren Unterhalt eine gewiſſe jähr⸗ liche Summe zu bezahlen.— Von Ihnen, meine gnädige Frau, war nicht die Rede; die Gräfin hatte in ihrem Eifer, Amalia fortzuſchaffen, vergeſſen, daß Sie exiſtirten.— Nur eine Stunde wurde Amalia zur Ordnung ihrer Abreiſe eingeräumt. Die Unglück⸗ liche benützte dieſelbe dazu, einen Brief an den Grafen zu ſchreiben und Sie ſeinem Schutz mit dem Erſuchen anzuvertrauen, daß Sie bei ihrer Halbſchweſter, der Majorin Alm, etzogen werden möchten. Darauf reiste ſie, von einem der Gräfin ergebenen Diener begleitet, nach Stockholm, und Leona ſtand nun als die Betrogene da, weil die Gräfin verſprochen hatte, Amalia an ſie auszuliefern. In der Hauptſtadt wurde ein bequemes, aber abgelegenes Logis für ſie und ihre


