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erſtes Kind gebar, war es Leona, die es durch Gift aus dem Wege räumte. Als Heyſes Familie, von Leona begleitet nach Gräfenberg reiſte, und dort mit Graf Falkenhjelm zuſammentraf, war ſie es, welche die Liebe des Grafen und der Amalia ausſpionirte, und Heyſe entdeckte, ſowie auch derſelben einen verbreche⸗ riſchen Anſtrich gab, obgleich ſie recht wohl wußte, daß Amalia ihre Treue unbefleckt bewahrt hatte. Sie unterhielt und nährte Heyſes ungerechten Verdacht. Um endlich das Verſtoßen Amaliens bewirken zu können, ſchrieb ſie einen anonymen Brief an Graf Falken⸗ hjelm und ſchilderte darin mit empörenden Farben die Stellung Amaliens, und die Grauſamkeit, mit welcher Heyſe ſie angeblich behandelte. Sie ſchloß damit, den Grafen aufzufordern zu Amaliens Rettung herbeizu⸗ eilen. Von Unruhe und Angſt getrieben, fand der Graf ſich in München ein, um ſich nach dem wahren Sachverhalt zu erkundigen, und trat darum gegen Amaliens Willen zu ihr herein, als er gerade in dem Augenblick von Heyſe überraſcht wurde, wo er von den verneinenden Antworten, die ſie ihm gab, getrie⸗ ben, ſie auf ſeinen Knieen bat, einen harten und ungerechten Mann zu verlaſſen, und mit ihm nach ihrem Vaterland zurückzukehren. Der Ausgang wurde indeſſen nicht ſo, wie Leona ihn berechnet; denn Heyſe liebte Amalia zu hoch, um ſie verſtoßen zu können. Raſend ſah Leona ein, daß alle ihre Pläne in dieſer Beziehung an Heyſes Neigung ſcheitern würden, welche es ihm nicht erlaubte, ſeine Frau der allge⸗ meinen Verachtung preiszugeben. Leona faßte darum den Entſchluß, mit einem Schlage den Streit wegen
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