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Der General hielt inne, und ein trauriges Schweigen trat ein.
„Am Tage darauf,“ fuhr der General fort, „waren ſowohl Amalia wie ihr Kind aus dem Ge⸗ fängniſſe verſchwunden, ohne daß ich, oder ſonſt Je⸗ mand wußte, wohin. Wer ihr zu der Flucht behilf⸗ lich war, ſollte ich erſt 20 Jahre darauf erfahren.
„Die Jahre ſchwanden mir nachher dahin, ohne irgend eine andere Unterbrechung, als diejenige, welche Avancements und Auszeichnugen mir ſchenkten, während mein Inneres von Kummer zerfleiſcht wurde; denn ich beweinte das Weib, welches mein Herz ſo hoch liebte, und auch das Kind, welches ich eigenmäch⸗ tig aus den Armen meiner Schweſter geriſſen, und in die Welt hinausgeworfen, einer ungewiſſen, und vielleicht unglücklichen Zukunft entgegen gehend.
„Alle meine zärtlichen Gefühle concentrirten ſich in einer gränzenloſen Anhänglichkeit an die von mir angenommene Tochter. Vier Jahre nach der Flucht Amalia's ſtarb mein Schwager, und gleich nach ihm Kaſpar Stolz, welcher in der Anklageverhandlung gegen Amalia die Hauptrolle geſpielt hatte. Er nahm ſich, wie man damals glaubte, ſelbſt das Leben durch Gift. Leona machte kurz darauf eine unver⸗ muthete, und für mich unerklärliche Reiſe nach Schwe⸗ den. Ihren Sohn, Arxel, einen lebhaften, hübſchen und vielverſprechenden Jungen, nahm ich während der Abweſenheit der Mutter in mein Haus. Die Vorliebe, welche ich immer für ihn gehegt, erhielt jetzt eine beſtimmte Richtung, und ich wünſchte für die Zukunft eine Verbindung zwiſchen ihm und Laura,


