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Liebeshandel Deine Ehre befleckt hatteſt. Nun gut, trage jetzt auch allein die Folgen davon. Kehre nie⸗ mals mehr zu mir zurück; denn ich erkenne Dich nicht mehr an, und werde nicht einmal erlauben, daß Dein Name in meiner Gegenwart von Deinen Geſchwiſtern genannt werde. Hoffe nicht auf Verzeihung; Du iannſt ſie niemals erhalten. Habe darum ſelbſt Ehre genug in Deiner Bruſt, um nicht unſern ehr— lichen Namen dadurch zu erniedrigen, daß Du den⸗ ſelben trägſt und laſſe auch nicht ein Wort aus Dei⸗ nem Munde kommen, welches andeutet, daß Du mir das Leben zu danken haſt; ich werde es nie zugeben. Du biſt und verbleibſt todt für mich, ſowohl wie für Deine Geſchwiſter und ich verlange, daß Du auch uns als todt für Dich betrachteſt.
Dein Verführer, der junge Graf, iſt hier geweſen, um von mir zu erfahren, wohin ſein Opfer den Weg genommen; aber ich habe ſeinen Eltern, welche da⸗ durch, daß ſie Dich fortgeſchafft und auf dieſe Weiſe die Folgen Deines Fehltrittes verborgen, mir eine offene Schande erſpart haben, verſprochen, es ewig zu verſchweigen, wo Du Dich befindeſt.
Irgend einer Unterſtützung von mir oder einer Erbſchaft nach meinem Tode, bedarfſt Du nicht; denn Deine Schande hat Dir ja eine ſolche von ſeiner Familie verſchafft.
Agatha A—.
p. S. Schreibe mir nicht; Du gewinnſt dadurch nichts, da ſowohl ich, wie Deine Geſchwiſter Deine Briefe unerbrochen zurückſchicken.“
„Sie ſehen hieraus, gnädige Frau, welche Farbe


