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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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tag. Die Majorin feierte denſelben mit einem Ball, welcher im Pavillon arrangirt wurde.

Arel engagirte Thora zum erſten Walzer. Von ſeinen Armen umſchlungen ſchwebte ſie durch den Sa⸗ lon nach den reizenden Melodien von Strauß.

Während des Tanzes bat Axel:

„Sehen Sie mich an, Thora. O, ſehen Sie mich ein einziges Mal an!“

Thora ſah auf zu ihm mit einem ſtrahlenden und heißen Blick. 8

„Walzen Sie nicht mit irgend einem Anderen. Verſprechen Sie mir das?“ bat Axel weiter.

„Ich verſpreche,“ ſtammelte Thora.

„Danke, angebeteter Engel!“

Jetzt war der Walzer zu Ende.

Halb beſinnungslos ließ Thora ſich neben Frau Alm nieder.

„Mein füßes Kind, wie Du entſetzlich echauffirt biſt,“ ſagte die Tante und führte das Taſchentuch über ihr glühendes Geſicht.

„Ach ich bin ſo heiß, ſo heiß, ich muß friſche Luft ſchöpfen,“ antwortete Thora und eilte hinaus.

Indem ſie ſich auf eine Bank im Garten nieder⸗ warf, ſuchte Thora ihre Gedanken zu ſammeln; aber ihre aufgeregten Gefühle machten es ihr unmöglich. Den Kopf zurückgelehnt und mit verſchloſſeneu Augen ſaß ſie in einen inneren Chaos verſenkt, als ſich Schritte näherten. Das Herz wollte die Bruſt ſprengen bei dem Gedanken, daß er es ſein könnte; ſie wagte nicht die Augen aufzuſchlagen. Aber der Klang eines rein ſchwediſchen Organs traf ihr Ohr und benahm