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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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Glücklichen, welche wenig oder gar nicht die verheerenden

Wirkungen von Mißgeſchich und Fs erfahren

haben.

Mit einem herzlichen Nicken grüßte ſie die Mädchen.

Willkommen, Nina! ſagte die Majorin;das war hübſch von Dir, daß Du zu Thora hinauskamſt; ſie hat ſich ſo ſehr nach Dir geſehnt. Wo iſt Karin?

Ich ſchickte ſie mit, um Deine Kleider zu holen und Euch zu begleiten. Beſte Tante! Ich hielt es nicht aus, auf ſie zu warten, ſondern bat, Deine Karin nachkommen zu laſſen, antwortete Thora und warf ſich ganz ungenirt in einen Lehnſtuhl.

Mein liebes Kind, was Du warm biſt! Warum beſtandeſt Du darauf, zu gehen, als ich haben wollte, daß Du fahren ſollteſt? ſagte die Majorin und ging auf Thora zu, deren Locken ſie bei Seite ſchob und ihre ſchneeweiße Stirne küßte. Das Mädchen ſchlang ſeine Arme um den Leib der Tante und verſicherte lachend, daß es mit ihr keine Gefahr habe.

Eine Stunde darauf ſaßen Thora und Nina im Graſe draußen auf dem Hügel und plauderten.

Nun, Thorachen, rücke denn doch vor allen Dingen heraus mit jenem deutſchen Lieutenant. Ich befinde mich ordentlich unwohl, wenn ich nur an ihn denke, ſo neugierig bin ich.

Mag es denn ſein, um es überhoben zu werden, Dich leiden zu ſehen, antwortete Thora lächelnd. Wie Du weißt, war Onkel Anton den ganzen ver⸗ floſſenen Wint

er nach dem Auslande verreist. Im