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Er hatte ein großes Gut, Brofors, gekauft, und dort führten ſie ein glückliches Leben.
Es war Herbſt und im Monat November. Vor dem kniſternden Kaminfeuer im Salon zu Brofors ſaß Gerda Schneider und erzählte ihrem achtjährigen Knaben einige Scenen aus ihrer Jugend, wie ſie durch Arbeit und Fleiß ſich hatte durchkämpfen müſſen. Auf ihren Knieen ſaß ein kleines dreijähriges Mädchen, welches mit verwunderten Augen die Mutter anſah, während dieſe redete. Der achtjährige Knabe horchte mit geſpanntem Intereſſe auf der Mutter Worte. Draußen windete und regnete es. Sturm und Un⸗ wetter vor dem Hauſe; Frieden und Ruhe daheim.
Plötzlich rief das kleine Mädchen:
„Papa kommt! Papa kommt!“
Sie hüpfte von der Mutter Schooße herab und eilte auf die Thüre zu. Auch Gerda erhob ſich und ging dem Ankommenden entgegen.
„Gott ſei gelobt, daß Du wieder da biſt, mein Geliebter,“ ſagte ſie und reichte ihm die Lippen zum Kuſſe.„Ich bin deinethalb etwas ängſtlich geweſen, das Wetter iſt ſo ſchlecht.“
„Ich fuhr ja in dem bedeckten Wagen,“ erwiederte Richard, ſeine Frau küſſend.
„Aber Du biſt ſo bleich, Du ſiehſt ſo aufgeregt aus!“ rief Gerda unruhig.„Biſt Du krank?“
„Nein, meine Gerda, ich befinde mich vollkommen wohl, aber es iſt etwas vorgefallen, was mich an⸗ gegriffen hat. Unterwegs habe ich zwei Bettler ge⸗ troffen, einen alten Mann und ein junges Weib. Der erſtere war krank und vermochte nicht zu gehen; ſie ſaßen am Rande des Wegs in Sturm, Regen und


