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VII.
Calle argwohnte ganz richtig, Stina hatte auch bei Niſſe dieſes und jenes Geſchichtchen über Louiſe anzubringen gewußt.
Stina hatte inzwiſchen mit ihrem Lärm aufgehört, und als Louiſe fort war, begab ſich Calle zu ſeiner Schweſter, um ſie zur Vernunft zu bringen. Sie glich einem bösartigen Hunde, dem ein Maulkorb an⸗ gelegt worden, und der deßhalb am beißen gehindert iſt. Der Inſtinkt der Selbſterhaltung zwang ſie, Calle anzuhören, welcher ihr erklärte, ſie müſſe nicht allein Louiſe das Geld zurückgeben, welches ſie em⸗ pfangen und niemals an Frau Ahrnell überliefert hätte, ſondern zugleich eingeſtehen, daß der Bruder von ihr auf eine ganz obſcheuliche Weiſe verleumdet worden wäre. Im Foll ſie Niſſe etwas Nachtheiliges über Louiſe geſagt hätte, müſſe ſie die Unwahrheit davon bekennen; im andern Fall wäre es ſeine Ab⸗ ſicht, Niſſe zn entdecken, wie ſchändlich ſie auf denſel— ben gelogen hätte, und dann dürfte ſie gewiß ſein, daß er ſich nicht das Mindeſte mehr um ſie kümmern würde. Es bliebe ihr dann nichts übrig, als in ein Spital zu gehen oder ſich durchzubringen, wie es ihr beliebte. Stina kannte Niſſe. Sie wußte, daß er gut war, ſo lang er nicht auf eine ſchwere Weiſe beleidigt wurde. Sie wußte, wie ſchwer es ihm geworden war, zu vergeſſen, daß ſie ihm gerathen hatte, Frau Ahrnells Geld für ſich zu behalten, und ſah nun


