Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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auf, daß der Geſelle, welcher in der Werkſtätte ar⸗ beitete, hereingeſtürzt kam, um ſich zu erkundigen, was es gäbe.

„Es iſt nur Stina, welche ihre üble Laune aus⸗ läßt,“ erklärte Calle, und der Geſelle entfernte ſich, indem er meinte, ſie möge immerhin die Thüre in Trümmer ſchlagen, wenn ihr das einiges Vergnügen mache.

Endlich waren Calle und Louiſe allein. Der erſtere begann von Niſſe zu reden, ohne daß er ſich durch das Unweſen, welches Stina verführte, ſtören ließ. Er forderte Louiſe auf, ihm zu ſagen, was Stina ihm vorgeſchwatzt habe, und erklärte aufs be⸗ ſtimmteſte, Niſſe habe ſich niemals einer unrechtmäßigen Handlung ſchuldig gemacht, ſondern ſei der redlichſte, ehrbarſte Arbeiter unter der Sonne.

Louiſe erzählte nun unter Thränen, wie Stina, kurz bevor Niſſe zum erſten Mal von Heirath ge⸗ ſprochen, ſehr betrübt zu ihr gekommen wäre und, nachdem ſie ihr ein heiliges Gelübde des Stillſchweigens abgefordert und auch erhalten, ihr erzählt hätte, daß Niſſe von einem Schiffskapitän eine größere Summe

Geldes für eine Frau Ahrnell empfängen, aber der

armen Wittwe nur ein paar Reichsthäler zu Han⸗ den von Paſtor Z. gegeben, das Uebrige für ſich behalten habe, um damit die Schulden, in welche er während ſeiner Krankheit gerathen ſei, zu bezahlen. Außerdem habe er für ſich und Calle Kleider ſammt Material zur Arbeit gekauft.— Stina berichtete ferner,

Niſſe habe ihr, als ſie entdeckte, daß er das Geld ſich an⸗

geeignet, das Verſprechen gegeben, er wolle der armen Wittwe jedes Jahr etwas daran abzahlen. Sting

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