Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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ſein mit ins Grab nehme, als ein Mann von Ehre geliebt und meine Liebe an keinen unwürdigen Ge⸗ genſtand verſchwendet zu haben, ſondern daß das Weib, das mein Herz beſeſſen, würdig iſt, von mei⸗ nem beſten Freund geliebt zu werden.

Leb wohl, Lord Caſterton; grüße ſie, deren Bild mir im Tode folgen wird, und lebe Du, um ſie ſo glücklich zu machen, wie ich es gewünſcht hätte Elvira zu machen! Liebe ſie ebenſo heilig und tief, wie ſie geliebt geweſen iſt von Deinem redlichen Freund

Sidney Lembourn.

Stille folgte auf das Leſen dieſes Briefes, wel⸗ ches ihnen den edelſten und beſten Freund wieder ins Gedächtniß rief.

Jedes Wort in dieſem Briefe, ſagte El⸗ vira, iſt ein treues Spiegelbild ſeines erhabenen Charakters. Ach, mein Geliebter, Du weißt nicht, wie viel ich ihm zu danken habe; er war es, der zuerſt entdeckte, daß ich in der italieniſchen Oper auftreten wollte; er war es, der Miſtriß Brow einen Wink davon gab und ihre Nach⸗ forſchungen auf die richtige Spur leitete, und er war es endlich, der mit hee dame M ſprach, ſo daß ſie in dem entſcheidenden Augenblick auftrat. Er war es alſo, der mich von dem Abgrund rettete, in welchen ich beinahe uns beide geſtürzt hätte. Ich hatte in meiner Verblendung Monate lang die⸗ ſen Schritt vorbereitet und auf daß er mir um ſo ſicherer gelänge, war ich in Paris, Wien, Rom und ſelbſt in London als die reiche Lady Caſterton auf⸗ getreten, damit Alle mich kennen möchten, und Du