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ihrem Anblick meinte, ſie hätte auf ihrem Gang durchs Leben auf lauter Roſen gewandelt. Es ſchien, als hätte ſie mit Wohlgefallen die Vorzüge genoſſen, welche die Natur und das Glück ihr geſchenkt, ohne dabei hochmüthig zu werden, ſondern nur ſich darüber freuend, ſo ſchön und reich zu ſein und ſich in einer ſo hohen geſellſchaftlichen Stellung zu befinden.
Als ſie auf dem Balle des Miniſters auftrat, war ſie von einem jungen Frauenzimmer begleitet das zwei, höchſtens drei Jahre älter ſein mochte als ſie ſelbſt.
Dieſes ſei, ſo ſagte man, die intimſte Freundin und Vertraute der Lady, Fräulein Armida K—hjelm,
Das Gerücht, welches ſo Vieles weiß, theilte auch mit, daß die Freundſchaft der Lady für Fräu⸗ lein K—hielm von Anfang an die Veranlaſſung zum Bruch zwiſchen dem Lord und ſeiner Frau geweſen.
Der zweite Walzer war zu Ende, und als Elvira von demſelben zurückkehrte nahm ſie in einem klei⸗ nen Cabinet Platz. In demſelben Augenblick, wo ſie ſich ſetzte, ſtand Sidney vor ihr.
Wenn Elviras Geſicht Freude und Zufriedenheit ausdrückte, ſo hatte dagegen Sidneys, als er ſie be⸗ grüßte, den Ausdruck der Strenge und des Ernſtes. ſie die erſten Höflichkeitsphraſen gewechſelt, agte er:.
— Ein Jahr iſt verſchwunden, ſeit ich nicht das Glück gehabt habe, mit Ihnenzuſammenzutreffen, My⸗ lady; als wir uns trennten, glaubte ich nicht, daß wir uns unter ſolchen Verhältniſſen wie die gegen⸗ wärtigen wiederſehen würden.
— Und warum nicht?— brach Elvira lächelnd


