Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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ſchien.— Elvira ging mit lautloſen Tritten an ihr

vorbei und machte vorſichtig die Thüre zum Schlaf⸗ zimmer auf. Dieſelbe ging auf, ohne irgend welchen Lärm zu machen. Sie faltete den Vorhang zuſam⸗ men, welcher vorgefallen war.

Das Zimmer wurde ſchwach von einer Nacht⸗ lampe erleuchtet, welche den mittelſten Theil deſſelben, wo Elvira ſtand, vollkommen im Dunkel ließ. Der matte Schein derſelben fiel auf das Bett. Ueber daſſelbe gebückt und auf die flüſternde Stimme der Marquiſin horchend, ſaß Edwin.

Einen Augenblick blieb Elvira ſtehen und heftete die Augen auf die Gruppe, dann zog ſie ſich zurück, um das Zimmer zu verlaſſen, wurde aber durch Ed⸗ wins Stimme zurückgehalten, welche ſprach:

— Meine Tante, ich gebe Ihnen in dieſem Augenblick die heilige Verſicherung, daß ich für ihr Gluͤck Alles thun will, was ich vermag; ich ver⸗ ſpreche, Ihre Wünſche zu erfüllen, und daß die Bande, welche uns vereinigen, niemals von mir werden aufgelöst werden, ſofern ſie nicht ſich und mich auf eine unrettbare Weiſe compromittiren ſollte.

— Dank!— ſtammelte die Marquiſin.— Laß'

jetzt ſie, meine Tochter, rufen Ich will will... ſehen.... Elvira.

Edwin hatte ſich in der Minute aufgerichtet; aber als er ſich umwandte, fand er Elvira an ſeiner Seite. Sie ſank neben dem Bett auf die Kniee nieder, ergriff die abgezehrte Hand der Mar⸗ quiſin und flüſterte:

— Hier bin ich!

—