Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17¹

was er ſonſt iſt, hat auf ſeinen Gütern genug Bau⸗

e ern unter der Knute ſtehen, die eben ſo wenig muckſen dürfen, wie wir. Unterdeſſen hatten einige Begleiter des fremden Herrn(derſelbe hatte deren 6 bei ſich) das Gaſtzim⸗ mer verlaſſen, um nach ihren Pferden zu ſehen, welche 3

geſattelt in Meiſter Lewins Stalle ſtanden. Der Graf, wie wir ihn nennen wollen, beobachtete mit ſtolzer Miene ſeine gemiſchte Umgebung, die ihm durchaus nicht zu gefallen ſchien; zuweilen hob er mit einem gewaltigen Naſenrümpfen das Geſicht, ſetzte ein kleines Fernrohr an die Augen und muſterte die mit geringſchätzigen Blicken.

Nach einiger Zeit traten noch mehrere Gaße, welche ſoeben angelangt waren, in die Stube herein; unter denſelben befand ſich Jean Beg nebſt Räuter und Georg Sturm, und nahmen in einer entgegenge⸗ ſetzten Ecke Platz und ſchielten zuweilen e nach den Reiſenden hinüber.

Jean Beg war nicht durch blinden Zufall pirther gekommen, man hatte ihm vielmehr die Nachricht hinterbracht, daß Lewin heute vornehme Gäſte erhal⸗ ten habe. Dieſer Kunde zu Folge hatte er ſeine * Bande zuſammen kommen laſſen, und gegen 30 derſelben im Walde auf Poſten geſtellt, ur