Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Heda, Mutter, ſchlaft Ihr denn noch immer? ſo wacht doch auf, ich will Euch ein Maaß Brannt⸗ wein zur Stärkung geben, das wird die Glieder feſt machen.

Es erfolgte keine Antwort auf die frevelhafte Rede des herzloſen Sohnes, alles blieb ſtumm in dem abſchreckenden Raume, ſtumm wie in einem ver⸗ moderten Grabe.

Nun, wenn ſie nicht herauskommen will, ſo muß ich mich zu ihr hinein bemühen.

in gebeugter Stellung auf einem Haufen dumpfen Strohes herum; bald hatte er mit der Hand einen Arm der alten Frau erfaßt, derſelbe war kalt und ſtarr. Hu, hu, was iſt das! ſtammelte Thom er⸗ ſchrocken.Eine Leiche!

Und er zog und zerrte den entſeelten Körper ſeiner Mutter bis gegen die Thür. Sie iſt todt, murmelte er, einigermaßen er⸗ ſchüttert bei dem gräßlichen Anblick des alten Weibes. Das Geſicht derſelben bot einen Anblick des Entſetzens dar; Mund und Augen ſtanden weit geöffnet, die

worden war.

Thom trat hierauf in den Stall und tappte

3 Backenknochen ſtanden entblößt heraus, indem von den Ratten das Fleiſch von Geſicht und Händen abgenagt