Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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wir hoffen, gewiß etwas beſonderes beitragen. Erzähle uns jetzt, was du in jener Nacht geſehen und vernommen haſt.

Blondine wechſelte die Farbe, ſie fing an und wurde blaß, denn jetzt mit einmal ſah ſie ſich in eine Lage verſetzt, die ihr unbeſchreibliche Qual bereitete. Wahrheit oder Lüge, Beides war hier von Bedeutung und Folgen, vor welchen ſie zu zittern begann. Das unglückliche Mädchen war keineswegs von einer ſolchen Charakterloſigkeit, wie ihr Bruder Lorenz, ſie hatte ſich bisher ihr Gewiſſen durch keine Uebelchat beſchwert, und ein milder Blhrtheiler konnte ihr die Verirrung, in deren Folge ſie Mutter wurde, nicht zu einem Verbrechen rechnen, obwohl viele darüber klügelten, die ſich jedoch in Hinblick auf ihre rung, bei der eigenen Naſe hätten ziehen mögen. Der Unterſchied zwiſchen Blondine und jenen Sitten⸗ richtern beſtand nur darin, daß die Erſtere für ihren Fehltritt büßen mußte, während die Letzteren unge⸗

ſraft blieben und wotz des äußern Scheines, in ihrem Innern doch noch zehnmal ſchlimmer waren.

Anfänglich vermochte ſie keine Erwiderung zu geben. Die Sprache ſchien ſie verlaſſen zu haben, und ſie blickte mit einem Ausdrucke nach den

Männern, denen ihre Angſt nicht unbemerkꝭ ie Der ſchwarze Jäger. Lieferung 5 10