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Lorenz bezeigte keine Luſt zu dieſer Exekution, und er ſträubte ſich dagegen mit Händen und Füßen, allein es half ihm alles nichts, er wurde von einigen kräftigen Burſchen gepackt, die ſeine Däume in die abſchäuliche Quetſche legten, und es dauerte wenig Minuten, ſo fing der Bube an zu ſchreien, als ob er an einem Spieße ſteckte.
„Das wird einmal eine Verrächerpflanze!“ rief der lange Lips ſeinen Gefährten zu,„gebt Acht, ich habe es geſagt, und meine Vermuthung wird mich nicht betrügen. Heule zu, du kleine Beſtie,“ fuhr er höhniſch fort,„indem er die Schraube noch mehr drehte,„deine Mutter hört es noch lange nicht, eher kannſt du dich heiſer ſchreien.
„Macht ihn frei,“ befahl Beg,„wir müſſen auf ſeine Jugend rechnen, und wenn er nur erſt mit unſerm Leben wird vertrauter geworden ſein, dann wird er gewiß mehr Muth beweiſen.“
„Er wird es nicht,“ verſetze Lips,„darauf will ich wetten, er hat dazu viel zu wenig Entſchloſſenheit. und wenn ich ihn nicht frei gelaſſen hätte, ſo wurde er uns heute ſchon und zwar durch ſein Geſchrei verrathen. Es wäre beſſer, man etwns mit dem Jungen.“


