eingenommene Burg in Flammen auf. Gleich nach Ankunft der Krieger bei dem anſehnlichen Gebaͤude, wurden deſſen Thore gewaltſam eingerannt, und Ritter und Knechte ſturzten in die heiligen Mauern; auch lothringiſch Volk, begierig auf der Moͤnche rich gefuͤllten Weinkeller, drängte ſich mit ein. Die ar⸗ men Barfuͤßer waren in ihre Zellen gefluͤchtet, und ſchrieen Ach und Weh, da man ſie zwang, heraus zu kommen. Nach ihrem Abte fragte der Großmei⸗ ſter in brennender Ungedul d.„Ach, er iſt am hei⸗ ligen Hochaltare in der Kirche und betet!“ lautete die Antwort eines feiſten, ſcheinheiligen Kuttenträ⸗ gers. Und hinein eilten der Großmeiſter, Thurm⸗ fels, Giesheim, Benno, auch mehrere Todten⸗ und lothringiſche Ritter. Als ſie das Schiff der Kirche betraten, fielen ihre Augen auf den wohlbeleibten Abt, welcher, auf der höchſten Stufe des Hochalta⸗ res ſtehend, ſeine Arme uͤber einen vor ihm knieen⸗ den Ritter in voller Ruͤſtung ausgebreitet hatte. Es war der, den man ſuchte, Fauſt von Strahlau. „Herab mit Dir, vor meine Klinge!“ donnerte
hn der Großmeiſter an, und ſeine Worte hallten zehufach in dem ſteinernen Gewoͤlbe wieder.


