der ihn ernſtlich vermahnte, hinfuͤro ſein Volk beſſer und glimpflicher zu behandeln, oder der härteſten Zuͤchtigung von den Todtenrittern gewaͤrtig zu ſein. Solches ſolle er angeloben und bekraͤftigen durch ei⸗ nen Eid auf das heilige Sakrament in Gegenwart ſeines Seelſorgers.“
Dieſer Vorſchlag erhielt des Großmeiſters Bei⸗ fall, und Curt von Staufenau, ein guter Redner, ward abgeſendet, dem Boͤſewicht das Gewiſſen zu ſchaͤrfen. Mehrere Stunden mußte man auf des Rit⸗ ters Zuruͤckkunft warten. Endlich kam er— ohne Helm, mit fliegendem Haar, das Angeſicht faſt ganz mit einem blutbenetzten Tuche verbunden.
„Heiliger Gott! Staufenau, was iſt Dir wider⸗ fahren?“ riefen Alle, die ihn zuerſt gewahrten.
„Hoͤllenbeſchimpfung!“ heulte der Unglckliche, indem er verzweifelt das Tuch abriß:„Da ſeht!“ — und ihm fehlten Naſe und Ohren. Empoͤrender Anblick!—
„Wer hat Dir das gethan?“ donnerte bleich vor Entſetzen und Wuth der Großmeiſter.
„Fauſt von Strahlau! den Gott verfluchen moge!“ ſchluchzte der graßlich Entſtellte.„Er iſts
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