— 21 riſſen ſich los mit ſchweren Herzen aus den heftigen Umarmungen ihrer Geliebten, und eine wilde kriege⸗ riſche Muſik betaͤubte die fortziehenden Todtenritter; vom hohen Söller noch winkten ihnen die Frauen mit weißen Tuͤchern ein Lebewohl nach.
Die Gränze Schwabens, ihr erſtes Ziel, ward von dem Großmeiſter mit ſeiner erſten Abtheilung ſchnell erreicht. Einige Stunden ſpäter langte auch Thurmfels mit der zweiten an. Nun mußte noch Giesheim mit der dritten Schaar erwartet werden, der auch richtig zur beſtimmten Zeit eintraf. Im Ganzen betrug das Heer 250 Ritter und 200 Lan⸗ zenknechte und Armbruſtſchuͤtzen. Die Anzahl der Krieger war nicht groß, doch jeder Einzelne ſchon furchtbar, durch unerſchutterlichen Muth und vieler⸗ probte Tapferkeit. Auf Burkards Anrathen mußte nun jede Abtheilung, auf verſchiedenem Wege, um nicht zu großes Aufſehen zu erregen, gen Ingelheim aufbrechen, ſich in den beträchtlichen Waldungen un⸗ fern der Stadt lagern, und hier eine Vereinigung mit mehrern der Verbundeten zu bewerkſtelligen ſuchen.
Dieſer Burkard von Loͤwenſtern, ein ſo raſtlo⸗ ſer und theilnehmender Freund des ungluͤcklichen Hein⸗


