ger das Ziel ihrer Reiſe gluͤcklich erreicht hatten, fan⸗ den ſie alldort der Wallfahrer viele, die ſchon in den Pochallen der Kirche auf den Knien lagen, ſich geißelten und Buße thaten— um von der gnadenrei⸗ chen Mutter Gottes Erhoͤrung ihrer Anliegen und Wuͤnſche zu erlangen. Ehrfurchtsvoll wich ein Jeder zu⸗ ruͤck, beim Eintritte der vornehmen Pilger in die Kirche. Prieſter und Laienbruͤder wetteiferten aͤmſiger als je in Ausuͤbung ihrer heiligen Pflichten. Der köſtlichſte Schmuck ward der heiligen Maria angelegt, hell von Perlen und Rubinen ſtrahlte das Gewand des hol⸗ zernen Gebildes; alle Reliquien waren ausgeſtellt. Im reichſten Meßgewande zeigte ſich der Abt des
KFloſters, ſeit vielen Jahren wieder zum erſten Male
das Hochamt verrichtend.
Doch irdiſche Pracht wirkte wenig auf die from⸗ men Wallfahrer; ihre Augen waren gen Himmel gerichtet, ihre Herzen zum allbarmherzigen Gott ge⸗ wendet; drei Tage weiheten ſie der hochſten heiligſten Andacht, ohne die Kirche zu verlaſſen.
Als am letzten Abend ihnen der Prieſter die
Hoſtie gereicht und ſeinen Segen gegeben hatte, ge⸗
dachte Frau Maria ihres ſeltſamen Traumbildes und
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